Die römisch-katholische Diözesanbischöfe
des Banats bzw. des rumänischen Banats

01.- Dr. phil., Dr. theol. Ladislaus Graf von Nádasdy
* 1662 in Pressburg - † 25. Nov. 1729 in Pressburg
Amtszeit: 15. Juni 1710 – 25. Nov. 1729 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Szegedin – Erster Besuch in Temeschburg: 04. März 1724 – Am 07. Aug. 1723 wurde seine bischöfliche Gewalt auf das Banat erweitert. Sein ständiger Stellvertreter in Temeschburg und im Banat war der Superior der Jesuiten.

02.- Eusebius Anton Adalbert Freiherr von Falkenstein
* 22. Juni 1661 in Freiburg/Breisgau - † 27. Sept. 1739 in Temeschburg
Amtszeit: 15. Nov. 1730 – 27. Sept. 1739 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Päpstliche Bestätigung: Juli 1731 – Ankunft in Temeschburg: 07. Jan. 1732 – Beigesetzt in der Temeschburger Jesuitenkrypta.

03.- Nikolaus Nobilus de Stanislavich
* 08. Mai 1694 in Craiova (Kleine Walachei) - † 26. Apr. 1750 in Temeschburg
Amtszeit: 21. Okt. 1739 – 26. Apr. 1750 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Päpstliche Bestätigung: 20. Sept. 1740 – Beigesetzt in der Temeschburger Domkirche.

04.- Franz Anton Graf Engl von und zu Wagrain
* 25. Jan. 1702 auf Schloss Milbach - † 31. Jan. 1777 in Temeschburg
Amtszeit: 14. Juli 1750 – 31. Jan. 1777 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Päpstliche Bestätigung: 07. Dez. 1750 – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

05.- Emmerich Christovich
* 07. Mai 1711 in Pest - † 23. Dez. 1798 in Makó
Amtszeit: 14. Sept. 1777 im Djakowaer Dom zum Tschanader Bischof geweiht – 23. Dez. 1798 – Krankheitsbedingt lebte er seit 1795 in der Makóer Bischofsresidenz – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

06.- Dr. theol. Ladislaus Köszeghy de Remete
* 14. März 1750 in Szegedin - † 04. Jan. 1828 in Temeschburg
Amtszeit: 1798 – 1800 Kapitelvikar und Domprobst des Tschanader Bistums; 12. Dez. 1800 – 04. Jan. 1828 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

07.- Anton Török
* 1761 in Földvár - † 06. Apr. 1832 in Temeschburg
Amtszeit: 1827 –1829 Generalvikar und Domprobst der Tschanader Diözese; 13. Juni 1929 – 06. Apr. 1832 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

08.- Dr. theol. Josef Lonovics Nobilus de Krivina
* 31. Jan. 1793 in Miskolc - † 13. März 1867 in Pest
Amtszeit: 09. März 1834 – 04. Apr. 1848 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – 1848 wurde er zum Erlauer Erzbischof berufen. 1848-49 stellte er sich zur Seite der ungarischen Revolution. Deswegen bekam er vom Kaiser Hausarrest in Pressburg und Ofen; 1850-54 war er im Stift Melk interniert.  Danach war er Erzbischof von Kalocsa, wo er in der Domkrypta beigesetzt wurde.

09.- Dr. phil. Michael Horváth
* 20. Okt. 1809 in Szentes - † 19. Aug. 1878 in Karlsbad
Amtszeit: 25. Juni 1848 – 10. Aug. 1849  ernannter Tschanader Bischof, kam aber nie nach Temeschburg. Er stellte sich zur Seite der ungarischen Revolution; deswegen widerrief Kaiser Franz Josef seine Ernennung. Da auch der Papst seine Bestätigung nicht gab, wurde er nicht zum Bischof geweiht. Beigesetzt wurde er in einem Pester Friedhof.

10. Dr. theol. Alexander Csajághy
* 06. Apr. 1810 in Bács - † 07. Febr. 1860 in Temeschburg
Amtszeit: 11. Apr. 1851 – 07. Febr. 1860 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

11.- Alexander Bonnaz
* 11. Aug. 1812 in Marongy / Frankreich - † 09. Aug. 1889 in Temeschburg
Amtszeit: 07. Juni 1860 – 09. Aug. 1889 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Mit sechs Jahren kam er mit seiner Mutter ins Banat nach Triebswetter. Beim Vatikanischen Konzil von 1869-70 erlitt er einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Die Amtshandlungen wurden 1874 vom Weihbischof  Josef Georg Németh übernommen. – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

12.- Alexander Graf Dessewffy de Csernek et Tarkeö
* 03. Juni 1834 in Pressburg - † 04. Dez. 1907 in Budapest
Amtszeit: 04. Jan. 1890 – 04. Dez.1907 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Davor war er schon Päpstlicher Thronassistent und Römischer Graf. Infolge eines Schlaganfalls konnte er ab dem 19. Aug.1905 seine Amtsgeschäfte nicht mehr ausüben. Die Amtshandlungen wurden vom Weihbischof Josef Georg Németh übernommen. – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

13.- Josef Georg Németh
* 20. Apr. 1831 in Szegedin - † 12. Nov. 1916 in Temeschburg
Amtszeit: 10. Aug. 1905 – 10. Mai 1908 Apostolischer Administrator der Tschanader Diözese – Davor: Als Student kämpfte er 1848-49 auf Seiten der ungarischen Revolution; 1871 –1916 Tschanader Domherr und Generalvikar; am 16. Jan. 1874 Weihbischof von Isauropolis; am 13. März 1879 Weihbischof von Skopje; ab 1910 Päpstliche Thronassistent, Römischer Graf und schließlich Päpstlicher Prälat. – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

14.- Dr. theol. Johannes Csernoch
* 18. Juli 1852 in Skalitz - † 25. Juli 1927 in Gran
Amtszeit: 21. Jan. 1908 – 08. März 1911 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg -  Danach: am 08. März 1911 Kalocsaer Erzbischof; am 01. Jan. 1913 Graner Erzbischof und Fürstprimas von Ungarn. – Beigesetzt in der Krypta der Graner Basilika.

15.- Dr. theol. Julius Glattfelder Edler von Mór
19. März 1874 in Budapest - † 30. Aug. 1943 in Szegedin
Amtszeit: 08. März 1911 – 25. März 1923 Tschanader Bischof mit dem Sitz in Temeschburg – Als Folge des Trianoner Vertrags ist das Tschanader Bistum zwischen Jugoslawien, Rumänien und Ungarn aufgeteilt worden. Nachdem er 1922 in einem Hirtenbrief die rumänische Regierung und die Agrarreform scharf kritisierte, musste er den Papst um Erlaubnis zum Rücktritt bitten. Am 17. Febr. 1923 ernannte der Bukarester Apostolische Nuntius den Domherrn Augustin Pacha zum Apostolischen Administrator des in Rumänien verbliebenen Teils des Tschanader Bistums. Glattfelder nahm am 11. März 1923 mit einem feierlichen Hochamt Abschied von Temeschburg. Er übersiedelte am 25. März 1923 von Temeschburg nach Szegedin, wo er über 20 Jahre lang als Bischof der ungarischen Restdiözese Tschanad wirkte. – Beigesetzt in der Szegediner Kathedralkrypta.

16.- Dr. theol. h. c. Augustin Pacha
* 26. Nov. 1870 in Moritzfeld - † 04. Nov. 1954 in Temeschburg
Amtszeit: Am 12. März 1923 wurde er als Apostolischer Administrator des Bistums eingesetzt. Am 03. Apr. 1927 ist er zum Titularbischof von Lebedo ernannt worden. Infolge der Ratifizierung des Konkordats mit der rumänischen Regierung am 11. Juli 1929 ist er am 05. Juni 1930 zum Apostolischen Administrator des „Temeschburger Bistums“ ernannt worden. Am 16. Okt. 1930 ist Pacha zum Bischof der „Temeschburger Diözese“ ernannt worden. Er war der erste „Schwabenbischof“ der einstigen Tschanader und der derzeitigen Temeschburger Diözese. 1948 kündigte die kommunistische Regierung Rumäniens das Konkordat. 1950 verhaftete die neugegründete „Securitate“ den Bischof. Im Schauprozess, der am 15. März 1951 begonnen hat, wurde der Bischof zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Im September 1954 hatte man den Bischof schwer erkrankt und fast erblindet aus dem Gefängnis entlassen. Er durfte nach Temeschburg zurückkehren, aber keine kirchliche Funktionen mehr ausüben. Kurz vor seinem Tode ernannte er Konrad Kernweiß zum Ordinarius des Temeschburger Bistums. – Beigesetzt in der Temeschburger Domkrypta.

17.- Johannes (Iván) Frigyér
* 07. Juli 1898 in Caprioara - † 26. Mai 1987 in Temeschburg
Amtszeit: Von 1951 bis 1954, während der Haftzeit des Bischofs Augustin Pacha, hatte er das Amt des Ordinarius der Temeschburger Diözese inne. Er war der einzige Domherr, der 1951 von den kommunistischen Sicherheitsorganen nicht verhaftet wurde. Von 1956 bis 1972 war er als Seelsorger in der Kischoda-er Pfarrei tätig. 1973 trat er in Pension, aber er wirkte seit 1972 weiter im Temeschburger Dom, wo er nach seinem Tod in der Krypta beigesetzt wurde.

 18.- Konrad Kernweiß
* 09. Juli 1913 in Tschakowa - † 23. Okt. 1981 in Temeschburg
Amtszeit: 1954 wurde er vom Bischof Augustin Pacha (kurz vor dessen Tod) zum Ordinarius des Temeschburger Bistums bestellt.

19.- Ferdinand Hauptmann
* 20. Juni 1913 in Reschitz - † 14. Aug. 1989 in Temeschburg
Amtszeit: Seit Oktober 1981 bis 1983 Ordinarius des Temeschburger Bistums. Seit 1972 erhielt er den Titel „Monsignore“. 1983 ist er freiwillig zurückgetreten.

20.- Msgr. Sebastian Kräuter
* 22. Dez. 1922 in Nitzkydorf – ...
Amtszeit: 23. Sept. 1983 – 14. März 1990 Ordinarius des Temeschburger Bistums –  Am 14. März 1990 ist er im Temeschburger Dom zum Bischof der Temeschburger Diözese geweiht worden. Am 24. Juni 1999 hat Papst Johannes Paul II. den Rücktrittsgesuch des Bischofs angenommen.

21.- Msgr. Martin Roos
17. Okt. 1942 in Knees – ...
Amtszeit: Am 24. Juni 1999 ist er als der 93. Nachfolger des Hl. Gerhard zum Bischof der Temeschburger Diözese ernannt worden.

März 2005                                                                                                            Anton Zollner